Mit Tweet Blocker das Twitterverse aufräumen

Tweet Blocker Man

Gestern Abend habe ich ein neues Tool getestet, das durch bestimmt Algorithmen versucht, Spammer unter den eigenen Followern zu identifizieren. Tweet Blocker gibt auch gleich eine Einschätzung zum eigenen Account ab. Insgesamt gibt es fünf Abstufungen, die auch unterschiedlich farbig markiert sind:

A = unbedenklich

B = leichte Einschränkungen

C = Verdachtsmomente

D = Zunehmende Indizien

E = wahrscheinlich Spam

F = böse, böse, böse

(Die “Übersetzung” der Einstufungen stammt von mir, aber ich denke, es kommt der Einschätzung der Tweet-Blocker ziemlich nahe).

Das sieht dann zum Beispiel so aus:

Tweet-Blocker

Sehr praktisch ist dabei die Funktion, dass man sich alle Follower-Accounts auch sortiert nach der Bewertung anschauen kann. Bei all meinen F-Followern fällt auf, dass keiner von denen einen Avatar hochgeladen hat, was die Vermutung nahelegt, dass Twitter Blocker auch diese Tatsache für seine Einschätzungen verwertet. In meinem konkreten Fall bezweifle ich aber, dass alle F-Accounts als Spammer zu betrachten sind. Die meisten scheinen mir einfach zu den inaktiven Twitterern zu gehören, die mich eigentlich nicht weiter stören.

Allerdings habe ich gestern Abend ein paar echte Spam-Accounts “ausgemistet”, die ich auf diese Weise schnell gefunden hatte.

Mir scheint allerdings, die Kriterien, nach denen Tweet Blocker arbeitet, sind noch nicht wirklich ausgereift. Mein eigener Account wird unter “C” eingestuft, so wie auch die Accounts von sehr vielen meiner Follower. Die Methode wird nirgends einleuchtend erklärt, aber ich vermute, dass vor allem die Anzahl der Links, die man versendet, eine große Rolle spielt. Bei Menschen wie mir, die sehr viele Informationen weitergeben, also Links twittern, könnte das ein Indiz für die Annahme sein, hier sei möglicherweise ein Spammer am Werk. Außerdem wird Tweet Blocker auch checken, wie oft getweetet wird und in welcher Frequenz.

Ich vermute, wenn man die Formeln nach und nach anpasst und optimiert, wird aus Tweet Blocker mit der Zeit aber ein relativ zuverlässiges Tool werden, das einem zumindest bei der Einschätzung helfen kann. Schon jetzt kann man einen Spam-Verdacht innerhalb der Anwendung relativ leicht prüfen: Fährt man nämlich mit der Maus über den Avatar des jeweiligen Followers, kann man dessen letzte Tweets lesen und oft auf diese Weise schon schnell erkennen, ob hier wirklich ein Spammer am Werk ist.

Da man sich bei Tweet Blocker über eine gesicherte Verbindung direkt mit seinem Twitternamen einloggt, kann man dann von hier aus auch gleich verdächtige Spammer entsorgen: entweder blockt man jeden einzeln oder man setzt links in den Kästchen ein Häkchen und kann dann mehrere Accounts gleichzeitig blocken.

Darüber hinaus kann man klar identifizierte Spammer auch direkt an Twitter melden und so dafür sorgen, dass der entsprechende Account gesperrt wird. Damit kann man es den Spammer-Nervensägen wenigstens ein bisschen schwerer machen.

Ich schaue mir meine neuen Follower ja beinahe täglich an und werde das Tool sicher nutzen, wenn ich mir bei dem einen oder anderen Neu-Verfolger nicht so ganz sicher bin, was ich davon zu halten habe.

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