Marketing und mehr mit Twitter
Schon kurz nach meinem Start auf Twitter stieß ich hin und wieder auf Tweets, die mich auf Magpie aufmerksam machten.
Weil ich ja ein grundsätzlich neugieriger und experimentierfreudiger Mensch bin und immer gern nach Möglichkeiten suche, mit meinen Online-Aktivitäten auch ein wenig (mehr) passives Einkommen zu erzielen, sah ich mir die Sache mal genauer an.
Wie die „Elster“ (= Magpie) funktioniert
Das Prinzip ist einfach: Zunächst kannst du deinen Twitter-Account eingeben. Der Service prüft dann, wie viel damit monatlich zu verdienen ist. Meldest du dich dann an, findet Magpie passende Werbe-Tweets. Diese werden dann über deinen Account regelmäßig versendet. In welchen Abständen das passiert, kannst du selbst entscheiden, z. B. alle 5, 10 oder 20 Tweets.
Du entscheidest auch darüber, für wen du Werbung machen möchtest. Magpie benachrichtigt seine User, wenn es neue Advertiser gibt, und dann kann man ganz individuell entscheiden, wem man die Erlaubnis gibt, über den eigenen Account sein Angebot zu bewerben.
Fazit: zu wenig Advertiser, zu viel Gegenwind
Dieser Ansatz gefiel mir anfangs gut – bis ich feststellte, dass es noch kaum deutsche Unternehmen gibt, die Magpie nutzen. Deshalb bewirbt Magpie in erster Linie sich selbst, und das wird schnell nervig.
Außerdem bemerkte ich schnell, dass Magpie sich nicht an die Vorgabe hielt, nur alle 20 Tweets eine Anzeige einzublenden. Ich war einige Tage offline und tweetete nicht – und in meiner Timeline standen plötzlich drei Magpie-Tweets hintereinander. Das fanden sowohl ich als auch meine Follower reichlich unpassend.
Überhaupt war das Feedback meiner Follower letztlich ausschlaggebend dafür, dass ich mich genauso spontan wieder gegen die Nutzung des Tools entschied wie ich das Experiment ursprünglich angegangen war. Viele fühlten sich nämlich trotz der geringen Frequenz belästigt. Und das Wohlwollen meiner Follower ist mir eindeutig wichtiger als der ein oder andere Cent, der sich eventuell über Magpie verdienen lässt.
Selber werben?
Allerdings spiele ich mit dem Gedanken, vielleicht selbst unter die Advertiser zu gehen. Da man volle Kostenkontrolle hat, weil man über das Pay-per-View-Verfahren sein Budget selbst festlegen kann, wäre das vielleicht mal einen Versuch wert.
Insgesamt interessieren mich natürlich auch eure Erfahrungen und Meinungen. Wer nutzt Magpie? Gibt es unter euch Advertiser, und lassen sich positive Auswirkungen feststellen?
7 Responses for "Geld verdienen mit Werbung auf Twitter?"
Wir wollen Magpie als Advertiser testen, allerdings haben wir es bisher noch nicht geschafft, die Kampagne zum Laufen zu bringen. Hat man eine geeignete Botschaft gefunden, müssen ja auch noch passende Twitterer her. Anscheinend gibt es in Deutschland (Länder können ja eingeschränkt werden) nicht so viele, die über Mode twittern und sich bei Magpie angemeldet haben. Ob das ganze dann gut ankommt, wenn es funktioniert, ist ja auch nochmal eine andere Sache…
Ich bin skeptisch, ob sich die Akzeptanz gegenüber dieser Werbeform noch erhöht. Wie gesagt, die meisten meiner Follower reagierten ziemlich allergisch auf die Werbung. Und ich merke auch bei meiner eigenen Reaktion auf Werbe-Tweets, das ich mir das nur für relativ kurze Zeit anschaue – dann fliegt der jeweilige Twitterer von meiner Liste … Jedenfalls dann, wenn er auch sonst nicht viel Brauchbares produziert.
Gerade auf Twitter gelesen – ich glaube, da ist er nicht der Einzige, der so verfährt: superiore_de »@GourmetBlog be-a-magpie-follower werden eigentlich automatisch unfollowed, liebe Freunde.«
Ich weiß, dass ich während meines kurzen Magpie-Experiments von ein paar Leuten ebenfalls entfollowed wurde – das hat ja u.a. dazu geführt, dass ich meinen Account wieder gelöscht habe. Gute Beziehungen zu meinen Followern sind definitiv wichtiger als ein paar lächerliche Cent auf dem Konto (zu denen es im Übrigen während meiner Testphase ohnehin nicht kam).
danke für Eure Erfahrungen. hatte auch Interesse an dieser Art zu werben, aber das geht wohl eher nach hinten los… schön, dass man auch durch Erfahrungen anderer klug wird
Hallo,
Meine Erfahrungen zu Magpie sind da eher negativ.
Megapie wirbt ja auch damit das man mit Magpie bei Twitter Geld verdienen kann.
Fakt ist: wenn man kurz vor der Auszahlung steht, dann wird der Account aus irgend welchen erlogenen Gründen gekündigt.
Magpie eignet sich daher nur zum Geld ausgeben, also wenn man Werbung bucht. Wer Geld verdienen will, wird verarscht.
Also, vorsicht mit Magpie kann ich da nur sagen.
Meine Empfehlung: Hände weg von Magpie!
Schöne Grüsse,
Ralf
Dann vielleicht doch lieber mit ehrlicher Hände Arbeit?
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